Glossar · Philosophie · Thelema
Wille
Wille bezeichnet je nach Autor Begehren, Entschlusskraft, Handlungsbestimmung oder ein metaphysisches Prinzip. Wahrer Wille im Thelema besitzt eine spezifische Bedeutung.
Definitionen der Denker und Schulen
Schopenhauer
Wille ist der umfassende metaphysische Grund seiner Welterklärung.
Quelle: Die Welt als Wille und Vorstellung
Nietzsche
Wille zur Macht wird in unterschiedlichen Texten als dynamischer Deutungsbegriff diskutiert; die Rezeption ist komplex.
Quelle: Jenseits von Gut und Böse; Zur Genealogie der Moral
Crowley
Wahrer Wille ist eine zentrale thelemische Vorstellung und nicht mit jedem spontanen Wunsch gleichzusetzen.
Quelle: Liber AL vel Legis; Magick Without Tears
CREATION
Wille wird als Frage nach Motivation, Verantwortung und tatsächlichem Handeln untersucht; eine persönliche Deutung, keine allgemein anerkannte antike Definition.
Quelle: Der Wille (CREATION)
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die Definition hängt von Sprache, Epoche und Werk ab. Eine spätere Deutung ist nicht ohne weiteres mit der historischen Aussage gleichzusetzen.
Erklärungen, Tipps und Hinweise
Worum geht es?
Schopenhauers metaphysischer Wille, Crowleys Wahrer Wille und alltägliche Entschlusskraft lösen verschiedene Fragen.
Was wird häufig verwechselt?
Unterscheide einen starken Wunsch von einer begründeten, verantwortbaren Entscheidung.
So vertiefst du die Frage
Schreibe einen eigenen Wunsch auf und prüfe: Welche Erwartungen anderer stecken darin, und welche Handlung folgt tatsächlich?
